Liebe Leserinnen und Leser!

Ganz plötzlich wurde unser öffentliches Leben heruntergefahren. In einem Maße wie wir es noch nie erlebt hatten, mit Beschränkungen, die ungewohnt, befremdlich und manchmal auch sehr anstrengend waren und sind. Auch alle Mitglieder des Evangelischen Podiums mussten mit steigender Ausbreitung des Corona-Virus in Bayern ihre Angebote sofort einstellen. Gewohnte, liebgewonnene Gruppen und Kreise konnten nicht mehr besucht werden. Geplante Veranstaltungen wurden abgesagt. Angebote, auf die man sich schon lange gefreut hat, fielen einfach aus. Die „eigenen vier Wände“ wurden für viele zum unfreiwilligen
Lebensmittelpunkt.

 

Seit Monaten gehören Begriffe wie Homeschooling, Lockdown, Kontaktbeschränkungen und virtuelle oder analoge Veranstaltungen zu unserem Alltag. Das Virus hat unser Leben und unsere Gesellschaft stark verändert. 

 

Vieles ist in den letzten Monaten zu kurz gekommen, gerade im Bereich der (Erwachsenen-)Bildung. Anderes (zum Beispiel eben Abstand halten und die Verbreitung verlangsamen) war einfach wichtiger und das war auch gut so.

 

Ich habe in dieser Zeit einiges über mich selbst erfahren und gelernt. So war mir zum Beispiel nie bewusst, wie wichtig der persönliche Kontakt, der Austausch und das Gespräch mit anderen Menschen für mich ist. Ich habe Begegnungen, Veranstaltungen und auch Sitzungen in denen ich mit anderen Menschen zusammenkomme vermisst und freue mich über jeden persönlichen Kontakt, den ich jetzt dafür erleben darf. Telefonkonferenzen und Onlineseminare können eine gute Ergänzung sein. Aber gerade im Bereich der Bildung ist ein direktes Miteinander unendlich wertvoll.


Und jetzt geht es wieder los! Das aktuelle Programm, das Sie in Händen halten ist ein Ausdruck der Hoffnung dass wieder Normalität einkehren wird – natürlich unter den besonderen Voraussetzungen, die uns und andere schützen sollen. Gerade in diesen Zeiten bekommt Bildungsarbeit einen ganz neuen, wichtigen Stellenwert. Wenn Verschwörungstheorien und Falschmeldungen sich in den Köpfen der Menschen einnistet, wenn radikales Gedankengut unser Miteinander und unsere demokratischen Grundwerte in Frage stellt, ist es um so wichtiger mit Bildung, Wissen, Information und Diskussion darauf zu antworten.

Deshalb gilt mein herzliches Dankeschön den ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden aller Kirchengemeinden die durch ihre Angebote dazu beitragen dass wir in einer bunten, vielseitigen und abwechslungsreichen Gesellschaft leben können. Und die mit ihren Angeboten auch ein Zeichen der Hoffnung und Normalität in diesen besonderen Zeiten setzen.

 

Ein besonderer Dank gilt Frau Kunze, die gute Seele der Evangelischen Erwachsenenbildung im Landkreis Dachau für all ihre Mühen und Herzblut, die in ihre Arbeit einfließen.


Ich wünsche Ihnen spannende, interessante und bereichernde Erfahrungen und Erlebnisse bei unseren Veranstaltungen und  Gute und wertvolle persönliche Begegnungen.

 


Bleiben Sie gesund!
Herzlichst grüßt Sie

Frank Schleicher, Diakon
Sprecher der Arbeitsgemeinschaft des EPLD

Posted by lowhuber On Februar - 28 - 2012